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Freitag, 6. Januar 2012

Schiff der Freuden

Das Weihnachtsfest sei überladen mit zu hohen Erwartungen und überfrachtet mit Geschenken, lautet eine oft geäußerte Klage. Aber das Wunder der Menschwerdung Christi war wohl immer an höchste Erwartungen geknüpft: „Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein’ höchsten Bord“, heißt es schon in einem der ältesten Weihnachtslieder, „trägt Gottes Sohn voll Gnaden, des Vaters ewig Wort.“

Dieses Lied, das vermutlich im 15. Jahrhundert im Elsass entstand und zu allererst in drei Frauenklöstern aufgefunden wurde, spricht nicht nur allgemein von der unvorstellbaren Fülle, die Weihnachten verheißt: Mit dem „Schiff“ war die hochschwangere Maria gemeint, die Christus in die Welt bringt.

„Das Schiff ist nicht nur ein wichtiges Transportmittel“, so der Liedforscher Michael Fischer, „es ist in vielen Kulturen ein altes Symbol für das Mütterliche, Leben spendende.“ Die Gottesgebärerin wurde als „navis gaudiorum“ („Schiff der Freuden“) und „foederis arca“ („Arche des Bundes“) verehrt: „Sie ist wie ein Schiff beladen mit dem reichsten Schatz, der den Armen gebracht hat himmlischen Reichtum“, schrieb Ephraim der Syrer im 4. Jahrhundert in seinem Marienhymnus.

„Es kommt ein Schiff, geladen“ findet sich (in einer späteren Version) auch im Gotteslob (Nr. 114). Besonders berührend ist darin die Doppelstrophe: „Und wer dies Kind mit Freuden umfangen, küssen will, muss vorher mit ihm leiden groß Pein und Marter viel, danach mit ihm auch sterben und geistlich auferstehn, das ewig Leben erben, wie an ihm ist geschehn.“

Gertraud Schaller-Pressler

Sonntagsblatt, vom 18.12.2011

Trockenes Brot 
und Gregori-Zucker

Am 3. September gedenken wir des Hl. Gregor I. des Großen. Sein Name bedeutet „der Wachsame“, sein Beiname in der orthodoxen Kirche ist „der Gesprächsbereite“. Gregor, jüngster der vier großen Kirchenlehrer und einer der bedeutendsten Päpste, verstand sich als „Diener der Diener Gottes“ und sah seine Aufgabe darin, den katholischen Glauben streng und energisch zu verteidigen, um einen Rückfall ins Heidentum und in Irrlehren zu vermeiden. Sein Gedenktag fiel früher auf den 12. März, den letzten Schultag im Winterhalbjahr, der als Schülerfest begangen wurde. Dabei verteilten Lehrer im Namen des Heiligen mancherorts zweierlei an die Studierenden: trocken-nahrhaftes Schulbrot und süßen Gregori-Zucker als Zeichen für den trockenen Ernst des Lernens und für die Süße des Erkenntnisgewinns.

Der Schulbeginn mag für uns alle ein Ansporn sein, uns wieder intensiver mit dem Glauben auseinander zu setzen und unser Wissen aufzufrischen. Es gibt dazu viele gute Angebote wie Bibelrunden, Vorträge, Seminare und theologische Kurse – zur persönlichen Bereicherung, aber auch als Basis für unser Wirken nach außen. Denn in einer Zeit, in der viele Inhalte unseres Glaubens öffentlich und vehement diskutiert werden, sind wir herausgefordert, mutig Rede und Antwort zu stehen, uns zum Glauben zu bekennen und in Gespräche einzubringen.

Bei allen möglichen Meinungsverschiedenheiten sollen wir dafür sorgen, dass der 
Respekt gegenüber den 
Priestern, Bischöfen und dem Papst gewahrt bleibt.

Sonntagsblatt, vom 04.09.2011 (Link)

Der wichtigste Tag

„Der wichtigste Tag im Leben eines Menschen ist ja sein Todestag“, erklärte Otto Habsburg in einem Interview, das im Fernsehen in den Tagen vor seinem Begräbnis eingeblendet wurde.

Ein schwerwiegender Gedanke, der einen mitten im Fluss des Lebens stocken und nachdenklich werden lässt. Denn er ruft etwas in Erinnerung, was früheren Generationen und bis heute vielen älteren Menschen sehr wichtig war und ist: die Bitte um „gute Sterbstund’“ und die Hoffnung auf einen guten, leichten Tod.

Keiner von uns weiß um diese alles so entscheidende Stunde. Deshalb ist es unendlich wertvoll, sich schon jetzt, inmitten der Hektik und des Getriebes des Alltags, bewusst zu machen, was wirklich wichtig ist und zählt – und wie kurz unser Erdendasein im Vergleich zur Ewigkeit ist, die Gott uns verheißt. Wenn wir unser Leben vom Tod her betrachten, „mit den Augen der Ewigkeit“, wie es uns schon der Mystiker Meister Eckhart sehr ans Herz legte, dann klärt sich vieles, dann fallen alle Bemühungen leichter: Schweres zu ertragen, geduldig zu sein, sich auszusöhnen und Gutes zu tun.

Es wird uns aber auch bewusst, wie wertvoll das begleitende Gebet für all jene ist, die an kein Leben nach dem Tod glauben können. Und wir sollten etwas wieder mehr pflegen, das unseren Vorfahren sehr, sehr wichtig war: das Ablassgebet und das Messopfer für die Seelen der Verstorbenen. Denn so schön auch die vielen Blumen und Kerzen auf den Gräbern sein mögen, nichts bewirkt mehr als ein solches Gebet, das nie verloren geht.

Sonntagsblatt, vom 24.07.2011

Stimmwunder

So etwas hätten sie noch nie gehört, meinten selbst Musikexperten, als sie zum ersten Mal auf die Stimme des Florianer Sängerknaben Alois Mühlbacher aufmerksam wurden. Der 15-Jährige sei ein Jahrhunderttalent, das sogar schwierigste Arien zu meistern vermag. „Singen gehört zum Leben“, meint der sympathische Bursch dazu bescheiden.

Er begeisterte sich bereits als Kleinkind nicht nur für die Musik, sondern auch für die Kirche: „Weil ich schon mit drei Jahren ministrieren wollte, musste mir extra ein kleines Ministranten-
gewand genäht werden“, erzählt er mit einem freudigen Funkeln in den Augen. „Ich hab dann auch zu Hause eine Art Altar aufgebaut und gleichzeitig Pfarrer und Kirchenchor gespielt.“

„Der Herr Pfarrer war ihm immer ein großes Vorbild“, bestätigen die Eltern, die ihren Sohn behutsam förderten. Mit zehn Jahren kam Alois ins Stift St. Florian. Wenn ihn das Heimweh plagt, helfen ihm, wie er dankbar sagt, die große Liebe und Geborgenheit, die ihm seine Eltern geben, und die Lehrer und Erzieher, von denen er viel lernen kann und die im Internat eine Atmosphäre zum Wohlfühlen schaffen, darüber hinweg. Von diesem hochbegabten jungen Mann, der beim Singen in eine andere Welt entrückt, wird man wohl noch viel hören.

Eines vom Schönsten an seiner Geschichte ist aber, dass er auf das Positive, das Priester, Eltern und auch Lehrer/innen vielerorts bewirken, aufmerksam macht. Und dass es Gott immer wieder gefällt, Menschen zu begnaden und zu berufen. Zu seiner Ehre und zu unserer Freude.

Sonntagsblatt, vom 22.05.2011

Wurzeln und Halt

Obwohl sie seit vielen Jahren in Deutschland lebt, sei sie ihrer Heimat immer noch sehr verbunden, erklärte Publikumsliebling Senta Berger kürzlich in Graz, als sie den Großen Diagonale-Schauspielpreis überreicht bekam – für ihre Verdienste um die österreichische Filmkultur und für ihr stetes Bekenntnis zu ihrer Herkunft. Bis heute habe sie ihre kleine Wohnung in Wien nicht aufgegeben, weil sie von dort aus immer noch den Platz, wo ihr Elternhaus stand, und das Lainzer Kircherl sehen könne, welches ihr seit Kindestagen vertraut ist.

Mit dem Preis, der sie an ihre Wurzeln erinnert, schließe sich der Bogen, dankte die 70-jährige Künstlerin gerührt: „Heute wird einem immer eingeredet, man solle alles loslassen, warum eigentlich?“

Vielleicht haben auch wir 
das Geschenk erfahren, eine schöne Kindheit zu haben, 
Geborgenheit zu erleben, 
irgendwo Wurzeln schlagen zu können und Heimat zu finden. Ein Geschenk, das uns mitunter oft gar nicht wirklich bewusst ist. Wie viele Menschen sind unterwegs, ohne je irgendwo richtig ankommen zu können und angenommen zu sein, wie viele haben alles verloren, wie viele wurden und werden aus der geliebten Heimat vertrieben, traurig wissend, dass sie nie wieder zu ihrer Familie und zu ihren Wurzeln zurückkehren können, so sehr sie sich auch danach sehnen.

Aus Dankbarkeit Gott gegenüber für all das Gute, das so vielen von uns geschenkt ist, erwächst uns als Christen aber auch eine besondere Verpflichtung: auch diesen Menschen Angenommensein und hilfreichen Halt zu schenken.

Sonntagsblatt, 17.04.2011 (Link)

Christus der Gärtner

Die Schneeglöckchen läuten sie ein, die Gartensaison, und das Gärtnern erfreut sich größter Beliebtheit. Wenn man Menschen fragt, warum sie dieses Hobby lieben, sagen sie meist, weil es ihnen viel Freude bereitet und ihrer Psyche und Gesundheit wohl tut.

„Jeder Garten ist ein Buch Gottes, aus dem man das Wunder ersehen kann, das Gott täglich tut“, verwies Martin Luther aber auf eine noch höhere Dimension. Denn der biblische Garten ist Symbol des irdischen und himmlischen Paradieses und ein Bild für den sündenfreien Urzustand des Menschen. Die hl. Hildegard von Bingen spricht sogar von der „heiligen Grünheit“ („sancta viriditas“), die geheimnisvoll „in der Sonne wurzelt“.

Wir Menschen sind selbst Geschöpfe im Garten Gottes. Früher wurde Christus der Auferstandene öfters als Gärtner mit Spaten, Harke und Hut dargestellt, weil ihn Maria Magdalena zunächst dafür hielt. Tatsächlich kann unser Leben nur mit ihm, durch ihn und in ihm gelingen. Und was die pflanzenkundige Hildegard für den Naturgarten rät, gilt auch für unsere Seele: „Trage Vorsorge für deinen Garten, den Gottes Gabe gepflanzt, und sei auf der Hut, dass seine Gewürzkräuter nicht verdorren. Schneide vielmehr das Faule von ihnen ab, wirf es weg – denn es erstickt das Wachstum – und bringe es so zum Blühen.“

Die Fastenzeit bietet Möglichkeiten zur Reinigung: etwa in Form eines Beichtgespräches, das uns von allem Welkem, Verdorrtem und Faulem befreit, für Neues Raum schafft, das erblüht, und uns mit himmlischer Freude erfüllt.

Sonntagsblatt, 13.03.2011

LICHTZEIT

Dass mit dem 2. Februar die Tage wieder spürbar länger werden, wird von vielen Menschen freudig wahrgenommen: Denn Licht wirkt Stimmungs-tiefs entgegen und weckt die Lebensgeister. Die Kirche feiert diesen Tag seit Jahrhunderten als „Lichtmess“: Auf Wachsmärkten (= „Licht(er)messen“) konnten Kerzen erworben werden, um beim Gottesdienst den jeweiligen Jahresvorrat an Kerzen für die Kirchen und Familien weihen zu lassen. Diese Feier, die Kerzenweihen und auch die Lichterprozessionen erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit.

Für Christus sollen wir aber nicht nur Lichtträger, sondern selbst ein wärmendes Licht sein, das spürbar in die Welt hinein leuchtet; das geheimnisvoll – „wie die Morgenröte“ – hervortritt, wenn wir uns anderen in Liebe zuwenden und ihnen Gutes tun. Es ist eine wunderbare Zusage, wenn Christus uns sagt: „Ihr seid das Licht der Welt“ – selbst in Zeiten, in denen wir es nicht wirklich sein können, weil wir vielleicht müde und enttäuscht oder einfach in Belanglosigkeiten verstrickt sind.

Dabei ist dieses Licht, das er uns schenken will, unsagbar wertvoll. Es leuchtet oft aus den Augen älterer Menschen, die in ihrem Leben viel Schweres durchgemacht haben, die aber nicht resignierten, sondern die Kraft aus ihrem tiefen Gottvertrauen und dem Gebet schöpfen – Menschen, denen das Mitfeiern der Eucharistie ein großes Anliegen ist, weil sie erfahren, dass von ihr jenes göttliche Licht ausstrahlt, das jede Finsternis und Traurigkeit durchdringt und das Leben immer wieder neu erhellt.

Sonntagsblatt, 06.02.2011

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Fuxjahr 2010

„Nicht für uns allein gebohren“

Wenn zu Silvester im Grazer Dom bei der Jahresschlussandacht das große „Te Deum“ von Johann Joseph Fux ertönt, klingt mit dieser festlichen Musik auch das Fux-Jahr 2010 aus. Der steirische Barockkomponist hatte vor 350 Jahren als Bauernbub in Hirtenfeld (St. Marein bei Graz) das Licht der Welt erblickt. Und obwohl ihm eine große Karriere beschieden war und er angesehene Ämter wie die eines Organisten am Schottenstift und eines Hofkapellmeisters dreier Kaiser am Kaiserhof innehatte, verlor er seine Umgebung, seine Heimat und seine Familie nie aus den Augen - wohl wissend, dass jeder Mensch auf die anderen angewiesen ist und niemand alles nur aus sich selbst heraus sein kann. „Wir sind nicht für uns allein gebohren“, schrieb er 1725 im Vorwort zu seiner Kompositionslehre, die unzählige Musiker bis heute gelesen haben: „und es nehmen an unserm Leben das Vaterland, die Aeltern und die Freunde Theil.“

An der Wende zu einem neuen Jahr mag dieser Gedanke daran erinnern, dass auch wir nicht für uns allein auf der Welt sind, sondern eingebettet in ein größeres Ganzes, wofür wir Gott und unseren Mitmenschen gegenüber Verantwortung tragen. Er mag uns die Augen öffnen, für all die Menschen, die uns tagtäglich begleiten, für all das Gute, das uns getan wird und für die vielen kleinen Zeichen der Liebe, Fürsorge und Zuwendung, die wir im Alltagstrubel so leicht übersehen. Auf dass wir mit Achtsamkeit ins Neue Jahr gehen und am Leben der Menschen um uns und in der Welt neu Anteil nehmen.

Gertraud Schaller-Pressler

erschienen im Sonntagsblatt, Dezember 2010

Montag, 9. August 2010

Das „Blumenbettlein“

Sie halten dieser Tage wieder zu Zigtausenden Einzug: die Blumen.
Und sie bereiten ganzjährig viel Freude: als Geschenk an liebe Mitmenschen im Leben, aber auch als Schmuck auf den Gräbern unserer Verstorbenen. „Ich denk an dich, ich bin bei dir“, lautet ihre leise Botschaft.
Mit ihrem herrlichen Duft, ihrer wundervollen Farbenpracht und in ihrer unendlichen Vielfalt weisen sie aber über den Moment und die Zeit hinaus: auf die unvorstellbare Herrlichkeit Gottes.
Denn „die zeitlichen Dinge sind Bilder des Ewigen“, erkannte schon der heilige Nikolaus von Kues. Das heißt, im Vergänglichen zeigt sich schon das Unvergängliche, im Sichtbaren das Unsichtbare.
Wenn in der Fastenzeit die sichtbaren Blumen in den Kirchen weggeräumt werden, wird unser Blick frei für das, was in uns selbst so gedeiht: ob unsere Seele ein karger Boden ist oder ein „Blumenbettlein“, wie es der Mystiker Heinrich von Friemar (der Ältere) anstrebte, als Lohn „aufblühender Achtsamkeit für Gott“.
Mit dieser Achtsamkeit könnten wir zum Winterende die Augen aufmachen und das Herz öffnen für das Neuerwachen der Natur und für all das Gute, das uns Tag für Tag geschenkt ist. Um nicht im Vergangenen festzustecken und uns nicht vom Negativen, das uns immer wieder begegnet, erdrücken zu lassen. Sondern um - Gott lobend und dankend - mit neuen Erwartungen in den Frühling zu gehen.
„Blüh auf, gefrorner Christ“, ermuntert uns Angelus Silesius, der Frühling „ist vor der Tür! Du bleibest ewig tot, blühst du nicht jetzt und hier.“

Gertraud Schaller-Pressler

erschienen im Sonntagsblatt, 14. Februar 2010

Obamas Mond, Franziskus‘ Sonne

Wissen Sie, warum die Weltraumbehörde NASA keine Astronauten mehr auf den Mond schickt? Ganz einfach: „Da waren wir schon einmal“, erklärte es der amerikanische Präsident Barack Obama. Und weil es „im Weltall viel mehr zu erkunden gibt“, streben die USA jetzt eine Mission zum Mars an, geplant für das Jahr 2035. Man will also nicht auf ausgetretenen Pfaden wandeln, sondern „in die Zukunft springen“ und die Weiten des Alls mit neuen Raumschiffen und Langstreckenraketen erkunden.
„Da waren wir schon einmal,“ mag sich auch mancher von uns denken, wenn eine vielleicht unangenehme, belastende Lebenssituation wiederkehrt. Wenn wir uns um etwas bemüht, uns um jemanden Gedanken gemacht haben und meinten, Fortschritte zu machen – und doch wieder nur an denselben Punkt gelangten, von dem wir ausgegangen sind.
Dann könnte es ebenso an der Zeit sein, dass wir die übliche Umlaufbahn verlassen und nicht länger um die immer gleichen Probleme kreisen, sondern uns bewusst etwas Neues suchen, das unseren Alltagstrott aufbricht: neue Menschen kennenlernen, ein neues Hobby ausprobieren, ein Konzert besuchen, uns dem Garten widmen oder einen Ausflug machen…
Wir müssen nicht „in die Zukunft springen“: Ein kleiner Schritt genügt oft schon, um festgefahrene Situationen mit frischen Augen aus neuem Blickwinkel zu sehen und besser damit zurechtzukommen.
Und es gibt nie Grund zu resignieren, denn „Gott ist Freude“, lässt uns der Hl. Franziskus wissen: „deshalb hat er die Sonne vor dein Haus gestellt“.

Gertraud Schaller-Pressler

"Habt acht!"

Es gibt in der Steiermark wohl kaum eine Erstkommunion, eine Firmung oder ein Pfarrfest bei der sie fehlt: die Blasmusikkapelle. Mit klingendem Spiel macht sie das ganze Jahr hindurch auf besondere Anlässe weithin sicht- und hörbar aufmerksam – selbst bei Eis und Schneeregen im Winter und bei brütender Hitze im Sommer. Es ist einer der selbstverständlichen ehrenamtlichen Dienste der Gesellschaft an der Kirche, die nicht hoch genug zu schätzen sind und Beachtung verdienen, besonders in diesem Jahr, in dem die größte kulturelle Vereinigung des Landes, der Steirische Blasmusikverband, sein 60 Jahr-Bestandsjubiläum feiert. Denn 16.000 aktive Musikerinnen und Musiker sorgen immer wieder dafür, dass das Boot, in dem die Kirche unterwegs ist, von guten (Schall-) Wellen begleitet ist. Sie zeigen sich damit solidarisch und tragen Kirche mit.
Es wäre schade, wenn wir vor lauter Sorge über der gegenwärtigen „Kirchenkrise“ die vielen Menschen, die uns seit langem sehr verbunden sind und die nach wie vor unser Wohl wollen, übersehen würden. Vielmehr mag es uns darin bestärken, uns einander mehr zuzuwenden.
Möglichkeiten, etwas zurückzugeben, gibt es viele: sei es beim jährlichen „Tag der Blasmusik“ oder beim Besuch von Konzerten und Veranstaltungen.
„Musik: habt acht!“ lautet eines der gängigsten Kommandos unserer Blaskapellen, bevor sie sich in Bewegung setzen. – Bewusst Beachtung, Aufmerksamkeit und Anerkennung zu schenken, erhellt immer auch das eigene Leben: denn es strahlt auf uns selbst zurück.

Gertraud Schaller-Pressler

Vor-Bild

Wenn heuer in vielen Feiern der 350. Geburtstag des bedeutenden Barockkomponisten Johann Joseph Fux begangen wird, so wird immer wieder staunend betont, welche „märchenhafte Karriere“ dem „einfachen“ Bauernsohn aus dem kleinen steirischen Hirtenfeld beschieden war:
Denn sein Weg führte ihn über Graz nach Wien, wo er schließlich die bedeutendste Stelle einnahm, die ein Musiker seiner Zeit überhaupt erreichen konnte: als kaiserlicher Hofkapellmeister des Heiligen Römischen Reiches.
Es war eine außergewöhnliche Begabung, die der junge Fux sehr früh verspürte: „Schon zu der Zeit, als ich noch nicht im Vollbesitz meiner Vernunft war“, erinnerte er sich: „richtete sich all mein Sinnen und Trachten auf die Musik... Tag und Nacht scheinen meine Ohren von süßen Klängen widerzuhallen, so dass ich an der Wahrheit meiner Berufung durchaus nicht zweifle.“
Dass der spätere Organist und Kirchenmusiker eine Fülle an weltlichen und geistlichen Werken komponierte und als der größte österreichische Messenkomponist vor Haydn und Bruckner gilt, zeigt, dass auch außergewöhnlich viel Ausdauer und Fleiss mit im Spiel war.
Es ist immer ein Geschenk an uns alle, wenn Gott einem Menschen großartige Fähigkeiten schenkt und dieser seine Fertigkeiten zur Freude des Nächsten und zur Ehre Gottes einsetzt.
Das Fux-Gedenkjahr mag uns aber auch daran erinnern, dass auch wir all die Talente, die in uns schlummern, entdecken - vom Musizieren bis zum Handwerken -und so vorbildlich wie Fux fleißig im Dienste der Kirche einbringen.

Gertraud Schaller-Pressler

erschienen im Sonntagsblatt, Mai 2010

Das kleine Gottesgespräch

„Sind Sie ein Philharmoniker?“ fragte zu Beginn der Salzburger Festspiele eine kleine, alte Frau den großen, jungen Mann, der im eleganten schwarzen Anzug in der Sakristei des Salzburger Doms stand. „Nein, ich bin Sänger“, antwortete dieser lächelnd. „Ja - dann müssen Sie zur Ehre Gottes singen!“ ermunterte ihn die Frau. „Das mache ich!“, nickte der Sänger: „Und das habe ich auch gerade getan“. Denn soeben hatte der aus Bruck gebürtige Mathias Hausmann mit Wiener Philharmonikern ein Konzert im Dom gegeben, bei dem er vor andächtigem Publikum „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ sang. Und obwohl er schon längst zur Probe ins Festspielhaus hätte eilen müssen, nahm er sich trotzdem gerne die Zeit für dieses Gespräch.
Wie oft sind auch wir in Situationen, in denen wir denken, da könnten wir jetzt etwas vom Glauben einbringen, es aber nicht tun, weil uns der Mut fehlt, uns zu deklarieren, oder weil wir auf eine bessere Gelegenheit warten, die sich aber oft nie mehr in dieser Form bietet. Dabei gibt es so viele Menschen, die sich hinter einer ruppigen Fassade der Ungläubigkeit verbergen und die Kirche abzulehnen scheinen, die aber durch ein Gespräch mit jemandem, der zu seinem Glauben steht, plötzlich erleichtert ihr Herz aufmachen und sich nicht selten mit Freude und strahlenden Augen an ihre schönen Glaubenserfahrungen und ihr einst eigenes Mitwirken in der Kirche erinnern. Es bedarf oft nur weniger Worte zur rechten Zeit, die aber – vom Heiligen Geist erbittet – so viel bewirken können.

Gertraud Schaller-Pressler

erschienen im Sonntagsblatt, 8. August 2010

Donnerstag, 7. Januar 2010

George Prêtre -


Der „Priester“ mit dem Taktstock


Millionen Menschen in aller Welt verfolgten fast jede seiner Handbewegungen, als der 85jährige Georges Prêtre die Wiener Philharmoniker beim Neujahrskonzert 2010 mit erfrischendem Schwung dirigierte.

Der Maestro selbst – „prêtre“ bedeutet auf Französisch „Priester“ – betont jedoch gern, dass er „gar kein Dirigent“, sondern nur „Interpret“ und „Diener der Musik“ sei: „Es ist eine Sache, den Takt richtig schlagen zu können, zu wirklich guten Resultaten kommt man aber nur, wenn man die Musik erspürt, ja erliebt.“ Zugleich ist es ihm wichtig, die Musiker vergessen zu lassen, dass sie ein Stück bereits kennen, um es neu zu entdecken.

Für den Stiefelmachersohn, der sich seinen Musikerberuf schwer erkämpfen musste, ist die Liebe überhaupt das „Zauberwort für alles auf der Welt“: „Wer nicht liebt, kann auch keine Kunst machen.“ Prêtre, der immer „an das Gute im Menschen“ glaubt, stellt sich nicht über den Schöpfer eines Werks und verleiht dem Wort „Dienen“ eine neue, wertschätzende Bedeutung.

Für uns als Christen lautet der Grundauftrag „Dienet zuerst Gottes Reich“. Wobei nicht „erstens, zweitens, drittens...“ gemeint ist, sondern nur erstens: „Alles andere wird euch dazugegeben.“

Denn wie ein guter Diener in einem besonderen Vertrauensverhältnis zu seinem Herrn steht, lässt auch Gott seine Getreuen immer mehr Einsicht in sein Wollen und Tun nehmen. Und diese Einsicht kann in unserem Leben, das wir vielleicht schon hinlänglich zu kennen glaubten, vieles neu zum Klingen bringen.

Gertraud Schaller-Pressler

erschienen im Sonntagsblatt vom 10.1.2010

Dienstag, 1. Dezember 2009

HEILIGE DER DUNKELHEIT

„Wem gehört Mutter Teresa?“ titelte diese Tage eine serbische Tageszeitung . Anlass war die Diskussion, wo die Gebeine der wenige Jahre nach ihrem Tod selig Gesprochenen ihre letzte Ruhestätte finden sollten. Zu ihrem 100. Geburtstag würde die albanische Regierung die sterblichen Überreste der berühmten Ordensgründerin der „Missionarinnen der Nächstenliebe“ – ihr gehören über 4000 Nonnen an – gerne von Indien in ihr Geburtsland zurückbringen. Wie immer die Verhandlungen ausgehen mögen: „Ich gehöre der ganzen Welt“, hatte Mutter Teresa betont.

Wenn wir nun selbst verstärkt Menschen auf Christus aufmerksam machen wollen, dann können uns Menschen wie Mutter Teresa ein hervorragendes Vorbild sein. Denn sie lebten, was sie glaubten: etwa, dass „sich selbst geben besser ist als zu geben“.

Sie wusste auch wie wichtig es ist, auf Christus zu schauen: "Die Zeit, die ihr mit Jesus im allerheiligsten Sakrament verbringt, ist die beste Zeit, die ihr auf Erden verbringen werdet“, ermahnte sie.

„Auf Christus schauen“ heißt im Grunde auch, bewusst auf uns als Christen zu schauen – wie wir unseren Glauben leben und mit der Welt und unseren Mitmenschen umgehen. Welches Bild wir selbst von Christus abgeben. Denn die Menschen „glauben den Augen mehr, als den Ohren“, stellte schon Seneca fest.

Damit ist uns viel gegeben, an Möglichkeiten ebenso wie an Verantwortung.

Eine Verantwortung, die Mutter Teresa selbst über ihren Tod hinaus wahrnehmen wollte: „Wenn ich jemals eine Heilige werde“, erklärte sie, „dann ganz gewiss eine 'Heilige der Dunkelheit'. Ich werde fortwährend im Himmel fehlen - um für jene ein Licht zu entzünden, die auf Erden in Dunkelheit leben.“

Ungeachtet dessen, wer diese jene sind, denn: „Wenn du die Menschen verurteilst, hast du keine Zeit, sie zu lieben.“

Gertraud Schaller-Pressler

erschienen im Sonntagsblatt, Oktober 2009

Mittwoch, 16. September 2009

DAS GLETSCHER-GELÜBDE

Vor mehr als dreihundert Jahren legten die Bewohner der Schweizer Dörfer Fiesch und Fieschertal ein Gelübde ab: Sie wollten von nun an gottesfürchtig leben und beten, damit die sie umgebenden drei Gletscher nicht weiter wachsen. Vor allem der Aletsch-Gletscher war bedrohlich nahe an das Dorf herangerückt, der Gletschersee hatte Überschwemmungen, Muren, Tod und Verwüstung mit sich gebracht.

Seither hat sich der Gletscher tatsächlich immer weiter zurückgezogen, das Wüten der Natur war ausgeblieben: „Unsere Gebete wurden erhört“, ist der einheimische Bergführer und Regierungsstatthalter Herbert Volken überzeugt. Die Sorge hat sich aber gewandelt: Mittlerweile schmilzt der Aletsch-Gletscher so schnell, dass um seinen Fortbestand gebangt wird.

Deshalb wandte sich Volken jetzt an den Vatikan, um beim Papst eine Änderung des alten Gelübdes zu erwirken. Damit bei den Bittprozessionen in Zukunft gegen die Klimaerwärmung und für das Wachsen des Gletschers gebetet werden darf.

Erfreulicherweise gibt es auch bei uns viele Menschen, die von der Kraft des Gebets überzeugt sind und die bei den Bitt-Prozessionen vor Christi Himmelfahrt Schutz und Segen bei Gott erflehen: vor Hagel, Blitz und Ungewittern, Feuer und Dürre, Plagen und Katastrophen; und für das Gedeihen der Früchte, ein gutes Klima und Gesundheit von Mensch und Tier.

Aber wie bei den Schweizern wird es auch bei uns notwendig (Not wendend) sein, dass noch mehr Menschen den Wert dieses Bittgebets erkennen und auch selbst daran teilnehmen.

Gertraud Schaller-Pressler

erschienen im Sonntagsblatt, 20.9.2009

Dienstag, 8. September 2009

GÖTTLICHER RUHESTAND

„Das hat mir jetzt glatt viel gegeben“, kehrte unlängst eine Touristin überrascht vom Besuch in der Dorfkirche ihres Urlaubsortes ins Quartier zurück: Sie, die nach eigener Aussage nie in die Kirche geht, war eigentlich vor der Sommerhitze in die Kühle des Sakralraumes geflüchtet, empfand das Verweilen dort aber bald als derart angenehm, dass sie zu ihrem eigenen Erstaunen eine ganze Stunde in Stille verweilte, während ihr ansonsten quirliger Enkel leise und ehrfürchtig den Kirchenraum erkundete.

So viele Menschen bedürfen zutiefst der Erholung und suchen sie oft mit großem Aufwand nur in äußerlichen, lauten, künstlichen oder extremen Erlebniswelten. „Ruhe zieht das Leben an, Unruhe verscheucht es“, bemerkte der Schriftsteller Gottfried Keller. Die Mystiker gehen noch weiter: Für sie ist das Höchste die Ruhe in Gott, der Verzicht auf alles eigene Tun und Wollen und das vollständige Vertrauen auf seine Kraft - eine Versunkenheit, aus der es aber gestärkt zu neuen Taten aufzubrechen gilt: „Ich habe euch bereits gesagt, dass die Ruhe, welche die Seelen in ihrem Innern erfahren, ihnen dazu geschenkt wird, dass sie im äußeren Leben umso weniger Ruhe benötigen und umso leichter darauf verzichten“, mahnte Teresa von Avila, Meisterin des inneren Gebets und rührige Klostergründerin.

Wenn uns also spätestens im Herbst der Arbeitsalltag wiederhat, tröstet uns ein Rat von Angelus Silesius: „Fragst du, was Gott mehr liebt, ihm wirken oder ruh’n? Ich sage, dass der Mensch, wie Gott, soll beides tun.“

Gertraud Schaller-Pressler

erschienen im Sonntagsblatt, 16.8.2009

GETAN & ANGETAN

„Mein Vater Friedrich Gulda hat mir unbedingte Hingabe an die Musik vermittelt“, ließ Paul Gulda im Programmheft wissen, als er im Grazer Stefaniensaal beim Eröffnungskonzert der „styriarte“ als Pianist brillierte: „Leonid Brumberg hat mich die Grundlagen der russischen Schule gelehrt, Rudolf Serkin hat mir zuletzt wahre Güte und Unterstützung geschenkt.“

Wenn wir an unsere eigene Biographie denken: Welche Personen würden wir benennen, die uns auf unserem Weg weitergeholfen haben? Wer hat uns Hingabe vermittelt, an den Glauben, an den Beruf, an ein Hobby? Wer legte unseren Grund? Durch wessen Schule sind wir gegangen? Und wer begleitet uns mit Güte und Liebe?

„Im normalen Leben wird es einem oft gar nicht bewusst, dass der Mensch überhaupt unendlich mehr empfängt, als er gibt“, machte der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer aufmerksam. In einer Zeit, in der der Blick gerne darauf gelenkt wird, was einem im Leben nicht alles an-getan wurde, ist es wichtig, auch bewusst auf das zu schauen, was einem alles getan wurde. Man musste und muss wohl nicht alles selbst schaffen - im Gegenteil, so Bonhoeffer: „Der Wunsch, alles durch sich selbst sein zu wollen, ist ein falscher Stolz. Auch was man anderen verdankt, gehört eben zu einem und ist ein Stück des eigenen Lebens.“

Zugleich lohnt es sich, für andere da zu sein, um vielleicht auch ein wertvolles Stück ihres Lebens zu werden. Auch zum eigenen Besten – denn wie es schon Goethe erkannte: „Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich.“

Gertraud Schaller-Pressler

erschienen im Sonntagsblatt, 12. 7. 2009

Montag, 8. Juni 2009

„Heilige“ Gesundheit?

„Im Mittelalter lebten die Menschen länger als wir heute“, erklärte der deutsche Theologe und Bestsellerautor Manfred Lütz beim diesjährigen Pfingstdialog „Geist & Gegenwart“ auf Schloss Seggau. Eine gewagte Aussage, lag doch im Mittelalter die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer bei nur 32 und für Frauen bei nur 25 Jahren.

Manfred Lütz aber meinte, für den mittelalterlichen Menschen zählten nicht nur seine Lebensjahre auf Erden, er wusste auch um seine Zeit im Jenseits. Während heute viele ihr Leben mit dem irdischen Tod beendet sehen, aus und vorbei.

„Viele Menschen glauben nicht mehr an Gott, aber an die Gesundheit“, weiß Lütz aus seiner Arbeit als Psychiater. Und für diese tut man vieles (wallfahren, fasten...), das man früher für den lieben Gott getan hat. Eine gefährliche Entwicklung: Denn wenn in einer Gesellschaft, in der das oberste Ziel Erfolg und körperliche Fitness heißt, der gesunde Mensch der eigentliche Mensch ist, wird ein kranker Mensch und einer, der mit dem irrsinnigen Tempo nicht mehr mithalten kann, leicht zu einem Menschen zweiter Klasse. Das Menschenbild habe sich aber längst verändert, bedauert Lütz, zum Menschenbild dieser „Gesundheitsreligion“, die „die mächtigste und teuerste Weltreligion aller Zeiten“ ist. Und: An ihr darf nicht gerüttelt werden, denn über die Gesundheit geht nichts, während sich Gott hingegen alles gefallen lassen muss.

Deshalb genügt es für uns überzeugte Christen nicht, nur „vor einer christlichen Tapete zu leben“, mahnte Lütz. Wir müssen uns schon klar und deutlich zu Gott bekennen, selbst wenn wir dafür belächelt werden. Und wir müssen Verantwortung für unser Leben übernehmen. Keine leichte Einstellung - aber eine wirklich gesunde. Weil sie das längste Leben überhaupt garantiert: das ewige.

Gertraud Schaller-Pressler


Erschienen im Sonntagsblatt, 7. Juni 2009

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