2 mal 3 macht 4?
„Zwei mal drei macht vier widdewiddewitt und drei macht neune,“ dieses Lied von Pippi Langstrumpf haben viele von uns noch im Ohr.
Am 28. März 1944 setzten die "Geburtswehen" für die beliebte Kinderbuchfigur ein: Heftiger Schneefall und eine eisglatte Strasse sorgten dafür, dass Astrid Lindgren, Hausfrau und Mutter, mit einem verletzten Fuß zwei Wochen lang ans Bett gefesselt war. Um sich die Zeit zu vertreiben, begann sie jene Geschichten aufzuschreiben, die sie ihrer kleinen Tochter immer erzählt hatte.
Von Schweden aus, wo heuer der 100. Geburtstag von Astrid Lindgren (1907-2002) groß gefeiert wird, wurde Pippi Långstrump weltberühmt. Ihre Rechenkünste ließen zwar immer zu wünschen übrig, sie verwiesen aber bewusst auf eine andere Wirklichkeit außerhalb der gängigen Normen: „Ich mach mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt“.
Bei der Erstellung unseres Sündenregisters kann es sein, dass wir ähnlich rechnen: dass wir in Bereichen, in denen wir Schuld auf uns laden, „fünf gerade sein lassen“ und unbekümmert sind, uns aber mit Schuldgefühlen quälen, wo wir es gar nicht in der Hand gehabt hätten, den Dingen einen anderen Lauf zu geben.
Wie wir vor Gott dastehen, können wir selbst nicht ermessen. Gott rechnet aber immer mit uns, auch im ursprünglichen Sinn des Wortes, das auf althochdeutsch „rehhanon“: „ordnen und lenken“ bedeutete. Wo wir und unsere Rechensysteme und Maßstäbe versagen, zählt letztlich nur seine unendliche Gnade und Güte.
Fallen und Darniederliegen kann auch – wie bei Astrid Lindgren – einen neuen Blickwinkel eröffnen, der einen Weg in eine andere Lebensdimension erkennen lässt.
Erschienen im Sonntagsblatt, März 2007
Am 28. März 1944 setzten die "Geburtswehen" für die beliebte Kinderbuchfigur ein: Heftiger Schneefall und eine eisglatte Strasse sorgten dafür, dass Astrid Lindgren, Hausfrau und Mutter, mit einem verletzten Fuß zwei Wochen lang ans Bett gefesselt war. Um sich die Zeit zu vertreiben, begann sie jene Geschichten aufzuschreiben, die sie ihrer kleinen Tochter immer erzählt hatte.
Von Schweden aus, wo heuer der 100. Geburtstag von Astrid Lindgren (1907-2002) groß gefeiert wird, wurde Pippi Långstrump weltberühmt. Ihre Rechenkünste ließen zwar immer zu wünschen übrig, sie verwiesen aber bewusst auf eine andere Wirklichkeit außerhalb der gängigen Normen: „Ich mach mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt“.
Bei der Erstellung unseres Sündenregisters kann es sein, dass wir ähnlich rechnen: dass wir in Bereichen, in denen wir Schuld auf uns laden, „fünf gerade sein lassen“ und unbekümmert sind, uns aber mit Schuldgefühlen quälen, wo wir es gar nicht in der Hand gehabt hätten, den Dingen einen anderen Lauf zu geben.
Wie wir vor Gott dastehen, können wir selbst nicht ermessen. Gott rechnet aber immer mit uns, auch im ursprünglichen Sinn des Wortes, das auf althochdeutsch „rehhanon“: „ordnen und lenken“ bedeutete. Wo wir und unsere Rechensysteme und Maßstäbe versagen, zählt letztlich nur seine unendliche Gnade und Güte.
Fallen und Darniederliegen kann auch – wie bei Astrid Lindgren – einen neuen Blickwinkel eröffnen, der einen Weg in eine andere Lebensdimension erkennen lässt.
Erschienen im Sonntagsblatt, März 2007
Gerti_1966 - 6. Jan, 09:41